Ein Anwalt in New York City sieht sich mit schwerwiegenden Konsequenzen konfrontiert, nachdem er im Rahmen eines Gerichtsverfahrens um Sean 'Diddy' Combs KI-generierte, nicht existierende Zitate in Gerichtsunterlagen eingereicht hatte. Diese 'Halluzinationen' der Künstlichen Intelligenz könnten ihn nicht nur seine Lizenz kosten, sondern auch zu einer Haftstrafe führen.
Die Fehltritte des Anwalts haben bereits konkrete finanzielle Auswirkungen: Sein Mandant muss aufgrund der fehlerhaften Einreichungen und der daraus resultierenden Verzögerungen Kosten in Höhe von 145.000 US-Dollar tragen. Dies unterstreicht das enorme Risiko, das mit dem unkritischen Einsatz von KI in sensiblen Bereichen verbunden ist.
Der Richter des Falles prüft derzeit, ob der Anwalt wegen Missachtung des Gerichts belangt werden soll. Dies wäre ein Präzedenzfall, der die persönliche Verantwortung von Fachleuten für KI-Fehler deutlich verschärft und weitreichende Folgen für die gesamte Rechtsbranche haben könnte.
Der Vorfall wirft die Frage auf, wie Kanzleien und Juristen sicherstellen können, dass KI-Tools als Unterstützung und nicht als unkontrollierte Quelle für Informationen dienen. Eine menschliche Überprüfung bleibt unerlässlich, um die Integrität juristischer Dokumente zu gewährleisten.
Quelle: Law360, Stand: 2026-05-08.