Die US-Regierung könnte künftig neue KI-Modelle vor ihrer öffentlichen Freigabe überprüfen. Dies geht aus einem aktuellen Bericht von Forbes hervor, der sich auf interne Überlegungen bezieht.
Ziel dieser potenziellen Maßnahme ist es, Risiken wie Missbrauch oder unvorhergesehene Auswirkungen von leistungsstarken KI-Systemen frühzeitig zu identifizieren und zu minimieren. Dies würde einen Paradigmenwechsel in der Regulierung von Künstlicher Intelligenz darstellen.
Für den DACH-Raum hätte dies direkte Folgen: Viele der führenden KI-Anbieter und Modellentwickler haben ihren Sitz in den USA. Eine Verzögerung oder Einschränkung der Modellfreigabe dort könnte die Verfügbarkeit und den Einsatz von KI-Technologien auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz beeinflussen.
Bisher gibt es in den USA keine vergleichbare verpflichtende Vorabprüfung. Der EU AI Act sieht zwar strenge Regeln vor, fokussiert aber auf das Inverkehrbringen und den Einsatz, nicht zwingend auf eine staatliche Prüfung vor dem Release durch den Entwickler selbst.
Experten befürchten, dass solche Prüfungen die Innovationsgeschwindigkeit drosseln könnten, während Befürworter auf die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Entwicklung verweisen. Die genauen Kriterien und der Umfang einer solchen Prüfung sind noch nicht definiert.
Quelle: Forbes, Stand: 2026-05-04.